News rund um die Geldanlage


Inflation erreicht 10-Jahres-Hoch

8.11.2018

 

Die Inflationsrate lag im Oktober 2,5 % über dem Vorjahresniveau und damit auf dem höchsten Stand seit 10 Jahren. Mit fatalen Folgen für Sparer. Die Sparzinsen sind fast bei 0 % und die Zinsen für Tagesgelder sackten ab. Wo Experten derzeit Rendite-Möglichkeiten für Aktien-Anleger sehen.


Die Verbraucherpreise im Oktober 2018 lagen im Schnitt 2,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, zeigen Auswertungen des Statistischen Bundesamtes. Das ist seit 10 Jahren der höchste Stand.

 

Auf klassischen Sparkonten geparktes Geld kann derzeit keine positive Realrendite erzielen. Das dürfte den Großteil der Deutschen betreffen, denn Studien zeigen immer wieder, dass die Deutschen das meiste Geld auf Giro- und Sparkonten fast ohne Zins anlegen.

 

Auch bei den Zinsen für Tagesgeld ist ein Einbruch zu verzeichnen. Zum Stichtag 1. November 2018 sank der Zinssatz wieder einmal und liegt zwischen 0,10 und ,20 Prozent.

 

Mehr Rendite mit Aktien

 

Deutlich mehr bekäme man bei Aktieninvestments für sein Geld. Das zeigt eine Credit Suisse-Auswertung. Demnach erzielte ein Weltindex in den zurückliegenden 118 Jahren per Ende 2017 trotz zwischenzeitlicher Verluste durch Weltkriege, Wall-Street-Crash, großer Depression und Ölpreisschock nach Abzug der Inflation eine reale annualisierte Rendite von 5,2 Prozent. Eine Anlage in den deutschen Aktienmarkt erbrachte trotz Kriegen und Wirtschaftskrisen einen Gewinn von durchschnittlich 3,5 Prozent pro Jahr.

 


Multi-Asset-Fonds - Was bleibt unterm Strich?

23.1.2018

 

Multi-Asset-Fonds blicken nicht nur auf erhebliche Mittelzuflüsse in der Vergangenheit zurück. Sie fokussieren den absoluten Ertrag und waren selten zuvor so leistungsstark


In der deutschen Fondsbranche greift man gerne auf englische Begriffe zurück, wenn ein Produkt oder eine Anlagestrategie besonders interessant klingen soll. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Begriff „Multi-Asset-Fonds“. Das klingt schick, steht aber eigentlich nur für einen Mischfonds. Verschiedene Anlageklassen werden also vermischt, um ein definiertes Investmentziel zu erreichen. Solche Produkte sind auch in Deutschland nicht neu; der erste Mischfonds „Fondra“ (Fonds für deutsche Renten und Aktien) wurde 1950 aufgelegt. „Verschiedene Anlagen in einem Portfolio zu mischen, ist ein sehr altes und bewährtes Prinzip, da es nicht nur Risikoanlagen als Performance-Quelle enthält, sondern auch nicht oder wenig korrelierende Anlagen. Dadurch kann langfristig ein gutes Rendite-Risiko-Profil erzielt werden. Es gibt also nichts Neues unter der Sonne“, sagt Ali Masarwah, Chefredakteur Morningstar Deutschland. Gleichwohl hat sich die deutsche Fondsbranche im Vergleich zu 1950 erheblich weiterentwickelt. Selten zuvor waren ihre Multi-Asset-Fonds so flexibel und leistungsstark wie heute. Die Fonds gehen seit längerem über eine starre Aktien-Renten-Strategie weit hinaus und greifen auf teils exotische Anlageklassen wie Rohstoffe oder Wandelanleihen zurück, um ihr Investmentziel zu erreichen. Auch wird der Einsatz von Derivaten inzwischen als modernes Instrument eingesetzt, um das Portfolio gegen Zins- und Währungsrisiken zu schützen. Was steht unterm Strich?

Aufgrund der flexiblen Anlagestrategie besteht das Ziel auch nicht mehr darin, den Aktienmarkt oder den Rentenmarkt zu schlagen. Solch eine Zielerreichung genau zu messen, wäre auch schwierig, da der moderne Mischfonds gleichzeitig in Aktien, Renten, Rohstoffe und Währungen investiert sein kann. Für viele dieser Produkte heißt das neue Ziel „Absolute Return“. Der Begriff steht für den Versuch, einen positiven Ertrag für den Anleger zu erwirtschaften, ganz egal wie die Märkte laufen. „Im Endeffekt wollen unsere Anleger wissen, was sie verdient haben und nicht, ob ihr Fonds besser oder schlechter war als ein Vergleichsindex. Denn wenn dieser deutlich ins Minus rutscht, hat der Anleger nichts davon“, sagt Alexander Wagner, Portfoliomanager des PrivatFonds: Kontrolliert von Union Investment. Wagners Strategie kommt bei deutschen Privatkunden sehr gut an. Sein Fonds verwaltet ein Kundenvermögen von mehr als 15 Milliarden Euro, und dabei ist das Produkt erst seit sieben Jahren auf dem Markt. In den letzten Jahren gab es aber auch andere Erfolgsgeschichten in der Multi-Asset-Kategorie. Ein noch älteres Beispiel ist der „Multiple Opportunities Fonds“ (MOF) vom Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch. Seit Start im Oktober 2007 ist der MOF inzwischen auf 12,4 Milliarden Euro angewachsen. Die Wertentwicklung des Fonds ist ebenso beeindruckend: +146 Prozent seit Auflegung. Auch hat der „Patrimoine“, das Aushängeschild des Pariser Vermögensverwalters Carmignac viel Geld von deutschen Privatkunden eingesammelt

Wegen der starken Nachfrage im Privatkundenbereich wurde das Multi-Asset-Angebot ab 2007 erheblich ausgeweitet. Unter anderem kamen neue Angebote von JP Morgan (Global Income: 2008), Standard Life (GARS: 2011), Deutsche Bank (Deutsche Concept Kaldemorgen: 2011) und der bereits erwähnte Union-Fonds auf den Markt.

Gerade vermögende Kunden, die zwar gerne am Kapitalmarkt teilnehmen wollen, aber nicht wissen, wie man das geschickt macht, schätzen die Produkte. Deren Anbieter versprechen ihnen einer Vermögensverwaltungsleistung, bei der sich die Kunden zurücklehnen sollen. Diese ist freilich nicht günstig. Abgesehen von jährlichen Verwaltungsgebühren muss der Kunde oft eine Performancegebühr zahlen, wenn ein minimales Ertragsziel erreicht wird.  

Aktiv vs. Passiv

Für die entsprechenden Multi-Asset-Fonds ist Absolute Return, also die Loslösung von der Benchmark, ihre größte Stärke und Schwäche zugleich. Beim PrivatFonds: Kontrolliert ist die bisherige Wertentwicklung des Fonds mit vier Prozent jährlich zwar zufriedenstellend. Der Anleger hätte aber mehr Geld verdient, wenn er in den vergangenen sieben Jahren einfach über einen kostengünstigen ETF auf den DAX-Index gesetzt hätte.

Es gibt natürlich auch den umgekehrten Fall: Der aktienlastige MOF hat sich seit Auflegung 2007 besser entwickelt als zum Beispiel der MSCI World Index. Der Anleger hätte also etwas weniger verdient, wenn er einen ETF auf dem MSCI-Index gekauft hätte. Diese Vergleiche leiden gewiss darunter, dass hier Äpfel (aktive Investments) mit Birnen (passive Investments) verglichen werden. Doch helfen sie zu illustrieren, was ein Anleger von einem Multi-Asset-Fonds zu erwarten hat.   

Die Flexibilität der Fonds macht sie im Prinzip auch krisenresistent. Denn im Portfolio befinden sich Anlageklassen, die idealweise nicht oder nur wenig miteinander korrelieren. Der MOF-Manager Bert Flossbach kombiniert zum Beispiel eine hohe Aktienquote (ca. 60 Prozent) mit einem beträchtlichen Investment in Gold (zehn Prozent). Flossbach sagt, die Goldbeteiligung sei eine Versicherung gegen die Risiken im Finanzsystem. Auch können die Manager solcher Fonds durch geschicktes Allokieren sowie den Einsatz von Derivaten das Portfolio in Krisenzeiten schützen. Sie haben schließlich einen Vermögensverwaltungsauftrag.

Wenn sie diesen Auftrag nicht erfüllen, sollte der Anleger die Finger davonlassen. Fondsexperte Masarwah empfiehlt außerdem, gerade die Fonds zu vermeiden, die zu „flexibel“ sind. „Hohe Flexibilität kann zwar in manchen Krisensituationen hilfreich sein und vielleicht die Nerven schonen. Langfristig sind aber stabile Asset-Allokation-Modelle, die Kurs halten und regelmäßig das Portfolio auf die Ausgangslage zurücksetzen für den Vermögensaufbau hilfreicher“, sagt er. 

Quelle: porcontra-online.de / INVESTMENTFONDS TOP NEWS VON JAN F. WAGNER vom 23.1.2018


Die wichtigsten Änderungen ab 1.1.2018:

30.12.2017

 

Zum Jahreswechsel gibt es wieder ein paar interessante Verbesserungen:


  • das Kindergeld erhöht sich um 2 € auf 194 € für das 1. und 2. Kind
  • der Rentenbeitrag sinkt um 0,1% auf 18,6% des Bruttoeinkommens
  • die Renten erhöhen sich um ca. 3%
  • die Riester-Grundzulage erhöht sich von 154 € auf 175 € pro Erwachsene
  • kleine Riesterguthaben können bei Renteneintritt einmal ausgezahlt werden
  • bei der Steuererklärung müssen keine Belege mehr eingereicht werden
  • für Selbständige: geringwertige Wirtschaftsgüter können bis zu 800 € plus MWSt. sofort abgesetzt werden
  •  ......

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Ab 2018 steigt die Riester-Förderung

06.09.2017

 

Riester-Sparer können sich freuen. Sie erhalten ab 2018 eine höhere Förderung. Die Grundzulage steigt von 154 Euro auf 175 Euro pro Jahr. Das erklärt das Bundesfinanzministerium.


Die Zulagen für Kinder bleiben gleich: Für Kinder, die nach dem 31. Dezember 2007 geboren wurden, gibt es wie bisher zusätzlich 300 Euro pro Jahr und Kind, für davor geborene Kinder 185 Euro pro Jahr.

 

Voraussetzungen

Für eine Person mit zwei Kindern, die 20 Jahre in einen Riester-Vertrag einzahlt, summieren sich allein die Zulagen auf 15.500 Euro. Um die vollen Zulagen zu bekommen, müssen Sparer mindestens vier Prozent der Einkünfte, maximal 2100 Euro, pro Jahr in ihren Riester-Vertrag einzahlen – abzüglich der Zulagen.

 

Neuregelung bei kleineren Riester-Renten

Neu geregelt wurde auch die einmalige Abfindung bei kleinen Renten: Ist der monatliche Rentenanspruch bei einem Riester-Vertrag gering, hat der Anbieter das Recht, diesen Anspruch mit einer einmaligen Zahlung zu Beginn der Auszahlungsphase abzufinden. Ab dem Veranlagungszeitraum 2018 werden diese Einmalzahlungen nun ermäßigt besteuert.

Neue Riester-Produkte ab 2018 werden ein Wahlrecht enthalten: Riester-Sparer können wählen, ob sie die Abfindung ihrer Kleinbetragsrente zu Beginn der Auszahlungsphase erhalten möchten oder zum 1. Januar des darauffolgenden Jahres. Der Hintergrund: Wird die Abfindung in dem Jahr des ersten vollen Rentenbezugs gezahlt, haben Sparer üblicherweise geringere Einkünfte. Die Steuerlast, die sich durch die Einmalzahlung ergibt, ist damit meist geringer.


Demografie: Immobilienpreise sinken um bis zu 25 Prozent

09.06.2017 von Michael Fiedler (procontra-online.de)

 

Immobilien boomen in Deutschland - doch nicht überall. Wie weit die Spreizung zwischen Metropolregionen und ländlichem Raum ist, zeigen aktuelle Untersuchungen. Wie sich die demografische Entwicklung auf Immobilienpreise auswirkt. Die Vermögensungleichheit wird zunehmen - warum das mit Immobilien und demografischer Entwicklung zu tun hat.

 

Wie sich die demografische Entwicklung auf Immobilienpreise auswirkt, hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) untersucht.

 

Kernergebnis: Die bereits jetzt festzustellende Polarisierung der Immobilienpreise in Deutschland wird sich verstärken. Der Bevölkerungsrückgang – die Forscher gehen davon aus, dass die Einwohnerzahl in Deutschland bis 2030 um 2,1 Millionen zurückgeht – führt zu einer sinkenden Nachfrage nach Immobilien.

 

Nach Rechnungen des DIW werden die Marktwerte für selbstgenutzte Eigentumswohnungen bis 2030 in einem Drittel aller deutschen Kreise und kreisfreien Städten um mehr als 25 Prozent sinken. „In 133 Landkreisen dürften sie um über ein Viertel zurückgehen und in nur etwas mehr als 50 Landkreisen um mehr als ein Viertel steigen,“ sagt Christian Westermeier, Co-Autor der Studie.


Zugleich konzentriert sich der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen in stärkerem Maße direkt auf die Ballungsregionen und weniger auf deren Umland wie bei den Ein- und Zweifamilienhäusern. Der Preisverfall bei den Ein- und Zweifamilienhäusern betrifft vor allem ländliche Regionen in Ostdeutschland. So dürften von den 100 der insgesamt 402 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland, in denen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um mehr als ein Viertel sinken, besonders viele in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegen. In und um Ballungszentren werden die Preise aufgrund der wachsenden Nachfrage und dem Trend zur Urbanisierung bis zum Jahr 2030 deutschlandweit in 32 Kreisen und kreisfreien Städten um mehr als ein Viertel steigen.

 

Vermögensungleichheit nimmt zu

Bereits im Herbst 2016 warnte der Wohnungs- und Immobilienmarktbericht des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) vor der starken Zweiteilung am deutschen Immobilienmarkt. Auch DIW-Forscher Markus Grabka folgert aus der Spreizung, dass die Vermögensungleichheit zunehmen wird. Denn der selbstgenutzte Immobilienbesitz stelle den wichtigsten Vermögensbestandteil der privaten Haushalte dar, so Graka.


Neues Wohnen in der Altstadt von Schlüchtern

Wohnen im Zentrum und doch im Grünen

(16.3.2017)

Dieses neue Projekt liegt im Stadtkern der historischen Altstadt von Schlüchtern. Viele Jahre waren die Gebäude in der Krämerstraße nur zum Teil genutzt und besonders bei den Innenhofbebauungen dem Verfall preisgegeben.


Da Schlüchtern in die Maßnahmen des Programms "Aktive Kernbereiche" des Landes Hessen aufgenommen wurde, hat der Vorschlag des Architekturbüro Krüger aus Petersberg bei Fulda großen Zuspruch und Zustimmung gefunden. Mit den Gremien und Fachbehörden der Stadt Schlüchtern, der Bauaufsicht des Main-Kinzig-Kreises, wurden intensive, detaillierte Abstimmungsgespräche geführt.

 

Die Planung von Architekt Rolf Krüger sieht die Überarbeitung und teilweise Neuerstellung der in der Straßenzeile befindlichen Häuser vor. Für den Bereich hinter der historischen Straßenbebauung, ist eine neue, barrierefreie Wohnanlage mit großzügigen, begrünten Innenhofbereichen vorgesehen.


Unter der Wohnanlage ist eine Tiefgarage geplant. Von der Krämerstraße aus, wird ein teilöffentlicher Fußweg die Innenhofbereiche erschließen. Von Seiten der Stadt ist ein Fußweg im hinteren Bereich der Grundstücke, in Verbindung mit der Kindertagesstätte angedacht.


Da das Projekt als Baugemeinschaft von Bauherren geplant ist, werden auch großzügige Gemeinschaftsräume vorgesehen. Aufgrund der unterschiedlichen Wohnungsgrößen von ca. 35 qm bis zu 120 qm Wohnfläche, werden die verschiedensten Familiengrößen und Menschen aus allen Generationen ein Zuhause finden. Besonderes Augenmerk legt der Architekt auf ein nachhaltiges und kostengünstiges Bauen, um auch mittleren Einkommensgruppen die Schaffung von Eigentum zu ermöglichen.

 

Eine bestehende Infrastruktur von Geschäften, Nahversorgern, Stadtteilpark, Spielplätzen, Kindertagesstätte, Kirchen, Schule, Spazier- und Radfahrwegen in direkter Nähe ermöglicht eine privilegierte Wohnlage. Viele der vorgenannten Bereiche lassen sich problemlos sogar nur über ruhige Fusswege erreichen. Das Gymnasium ist auf kurzem Weg sehr gut zu erreichen. Aufgrund der aufwendigen Durchgrünung dieses Bereiches wird eine sehr hohe Lebensqualität erreicht und eine Qualitätssteigerung des Wohnens in der Schlüchterner Innenstadt erzielt.

 

Mehr Informationen und günstige Finanzierungsangebote gibt es bei uns. Bei Interesse nehmen Sie Kontakt mit uns auf.


(21.1.2017)

Investition in eine Pflegeimmobilie lohnt sich.

Lernen Sie die Vorteile einer Investition in eine Pflegeimmobilie kennen. Der Erklärfilm zum Objekt in Nidda (Wetterau) zeigt diese Vorteile und Chancen auf einfache Art und Weise:

Dazu den Button anklicken und den Film ansehen.

Weitere interessante Objekte gibt es in Freiensteinau (Vogelsbergkreis) und Steinau (Main-Kinzig-Kreis). Fordern Sie die aktuellen vorliegenden Unterlagen an.



2017 erleben Zinssparer ihr wirkliches Waterloo!

(11.01.17) Auszug aus der Kolumne von Robert Halver (Baader Bank)

 

Für Zinssparer kommt es knüppelhart

Auf die Frage Wann gibts mal wieder richtig Zinsen? traue ich mir eine Antwort zu: Die Zinssparer werden 2017 ihr wahres Waterloo erleben. Sie werden zu wahren Inflationsverlierern.

 

Auf Basis der durchschnittlichen Rendite deutscher Staatsanleihen - aktuelle Umlaufrendite von 0,10 Prozent - ergibt sich nach Inflation eine Rendite von minus 1,6 Prozent. Weniger Realzinsen gab es noch nie.

 

Zinssparen zum Zwecke der Altersvorsorge oder das Ansparen auf langlebige Wirtschaftsgüter wie eine Immobilie funktioniert nicht mehr. Selbst Kapitalerhalt ist nicht mehr möglich. Das Guthabenproblem wird zur Guthabenkrise.

 

Aber es gibt Anlagealternativen: Dividendenrenditen bleiben weiterhin eine attraktive Ersatzbefriedigung. Ich erwarte auch in diesem Jahr einen neuen Ausschüttungsrekord börsennotierter deutscher Unternehmen. 2017 wird eine bereits bewährte Anlegerweisheit vergoldet: Und wenn dich dein Zins nicht liebt, wie gut, dass es Sachkapital gibt.


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2017 erleben Zinssparer ihr wirkliches Waterloo
Die gesamte Kolumne von Robert Halvar können Sie hier downloaden.
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Niedrigzins: „Das größte Risiko ist, nichts zu tun“

(24.10.2016)

Wie reagieren Bundesbürger auf die Herausforderungen durch Niedrigzinsen?

Die Deutsche Bank ließ das Anlegerverhalten untersuchen. Will auch er die Niedrigzinsen aussitzen und verschlafen.

Wie sagt man den Bundesbürgern, dass ein „Weiter-so“ auch in Sachen Geldanlage nicht funktioniert?


Die krisengeschüttelte Deutsche Bank versucht es mit eigenwilligem Charme: „Viele Deutsche waren immer kluge Sparer. Aber die Zeiten haben sich geändert“, lässt sich Dr. Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, zitieren. Angesichts der Nullzinsen, müssten sich Anleger überlegen, welche Risiken sie bereit sind, zu tragen. Das Geld gestreut werden und man müsse sich mit anderen Anlageklassen, wie etwa Aktien beschäftigen, so Dr. Stephan. Und weiter: „Das größte Risiko ist mittlerweile, gar nichts zu tun.“

Diese Warnung gilt einem Großteil der Bundesbürger. Denn den Umfrageergebnissen zufolge, will fast die Hälfte der Deutschen das Zinstief am liebsten aussitzen und kein höheres Risiko bei der Geldanlage in Kauf nehmen: Die Befragten bevorzugen nach wie vor Spareinlagen (20 Prozent), Tages- und Festgelder (19 Prozent) sowie Lebensversicherungen und private Rentenversicherungen (14 Prozent). Nur 13 Prozent planen in Aktien anzulegen, 7 Prozent in Investment-Fonds.

 

Aufklärung dringend nötig

Doch warum tun sich die Deutschen schwer, andere Geldanlagen zu berücksichtigen? Auch dazu liefert die Befragung Antworten. Für 73 Prozent der Befragten ist Sicherheit der wichtigste Aspekt bei der Geldanlage. Entsprechend ziehen fast zwei Drittel (62 Prozent) der Privatanleger risikoreichere Anlageklassen wie Wertpapiere nicht in Betracht: Mehr als die Hälfte der Befragten trauen sich nicht, Sparanlagen in Wertpapiere umzuschichten, weil sie zu wenig davon verstehen (56 Prozent), oder weil sie Aktien, Fonds oder Zertifikate generell für kompliziert und unverständlich halten (55 Prozent).

Nur rund ein rund Viertel der Deutschen (24%) fühlt sich gut über die verschiedenen Möglichkeiten der Geldanlage informiert – unter Wertpapierbesitzern ist dies dagegen rund die Hälfte (49%). Außerdem hält sich in der Bevölkerung das Vorurteil, dass Aktien nur etwas für Leute mit Geld seien (47 Prozent).

„Dieses Ergebnis zeigt einmal mehr: Wir müssen erklären, weshalb und für wen Aktien, Fonds oder Zertifikate im Zinstal sinnvoll sein können. Wir wollen, dass die Altersvorsorge der Deutschen sicher bleibt und ihr Wohlstand nicht gefährdet wird. Und die Zeit drängt“, ergänzt Stephan.

 

Über die Umfrage

Zwischen dem 1. September und 12. September 2016 nahmen an der repräsentativen Online-Befragung der Deutschen Bank „Geldanlage in Niedrigzinszeiten“ 500 Bundesbürger teil.

Quelle: Procontra-Online.de